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Bergkerk in Deventer, Niederlande, Realisierung 2008.

Die Stadt Deventer verfügt über eine lange Geschichte und eine unverwechselbare Lage sowie Baustruktur, die historisch gewachsen und bis heute erhalten geblieben ist. Die nächtliche Stadtsilhouette spielt nicht nur aus architektonischer Sicht eine wichtige Rolle, sondern trägt darüberhinaus als Erkennungsmerkmal der Stadt zum erfolgreichen Stadtmarketing bei.
Das Lichtplanungsbüro Studio DL wurde mit Erarbeitung eines Lichtmasterplans für die Stadtsilhouette sowie für Einzelgebäude, die eine wichtige Rolle im Stadtpanorama spielen, beauftragt. Der erste Baustein unserer Arbeit war die Illumination der Bergkerk.

Die Bergkerk in Deventer befindet sich auf einer Anhöhe im sogenannten Bergviertel. Die Kirche bildet mit einem Teil der Stadtmauer eine spannende Stadteingangssituation.

Obwohl die Kirche nicht mehr als Gotteshaus genutzt wird, sollte die neue Illumination auf ihre frühere Nutzung hinweisen. Durch eine abgestufte Beleuchtung, die von unten nach oben in der Intensität aufsteigt, wird der erhabene Charakter des Gebäudes verstärkt.

Da sich die Kirche auf einer Anhöhe befindet, wird dieser Effekt dadurch nochmals intensiviert. Die Charakteristika des gotischen Baustils werden durch eine Akzentillumination sichtbar gemacht, wohingegen die Flutlichtillumination die romanische Stilrichtung (die Türme) exponiert, sowie die oben befindlichen einzelnen Elemente, wie Turmdächer und oberen Teile der Fassade.

Die Türme werden derart beleuchtet, dass das monolithische Bild des Gebäudes nicht beeinflusst wird, aber gleichzeitig die verschiedenen Tiefen der Fassade aufgezeigt werden. Hierfür wird eine Seitenanstrahlung verwendet, die mit einer Stärke von 15-20 cd/m² auch aus mehreren Kilometern Entfernung gut zu erkennen ist.

Das im Mittelschiff befindliche große gotische Fenster mit oberhalb liegender Nachahmung wird durch eine Punktillumination akzentuiert.

Die um die Kirche herum platzierten Uplights erzeugen auf der Fassade ein Spiel von Licht und Schatten und ahmen so die im Bergquartier eingesetzten „Perlenleuchten“ nach.

Die Uplights wurden mir einer Sonderlösung ausgestattet um den entstehenden Schatten eine weiche Kante zu geben. Die Glasflächen wurden - nach einem speziellen Muster satiniert - eigens entwickelt .

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