Hildesheim Privatgarten | Oase der Inspiration und Entspannung

Im Rahmen der Neugestaltung eines Privatgartens in Hildesheim durch das Büro HNW Landschaftsarchitektur, entstand ein dazu passendes Lichtkonzept, das die besonderen Gartenräume akzentuiert und eine funktionale sowie romantische Stimmung erzeugt. Der Garten ist so aufgebaut, dass unterschiedliche Inseln für Aufenthalt und Flora aufeinander folgen. Diese Rhythmik, die einem amorphen Prinzip folgt, sorgt gleichzeitig für Abwechslung und Harmonie. Eine Oase der Inspiration und Entspannung.

Das augenscheinliche Highlight des Gartens ist ein Holzdeck mit FSC-Hartholz-Belag und Wasserkaskade, von der ein Wasserlauf mit Findlingen ausgeht. Ein anschließendes Beet komplettiert die Terrassenkonstruktion und zeichnet die Form eines Schiffes nach. Lichtgestalterisch werden hier vor allem die strukturreichen Elemente des Wasserlaufes, der Mauer mit Wasserfall sowie der Bestandsvegetation mit bodennaher Beleuchtung in Szene gesetzt. Auch das Sitzelement auf dem Holzdeck wird mit indirektem Licht betont und schafft einen einzigartigen Aufenthaltsraum.

Einen kleineren und stimmungsvollen Rückzugsort stellt ein weiteres Holzdeck mit FSC-Hartholz-Belag und Trockenmauereinfassung unter einer Gehölzgruppe dar. Zur Erweiterung der Nutzungsdauer in den dunklen Abendstunden wird die Mauereinfassung mit einem warmweißen Lichtverlauf betont. Von beiden Seiten ist dafür eine Lichtlinie an den Mauerköpfen installiert, die den Lichtverlauf zur Mitte hin erzeugen. Die dramatische Lichtwirkung, die durch die unregelmäßige Oberflächenstruktur der Mauer hervorgerufen wird, verleiht dem Ort eine Atmosphäre mit besonderer Aufenthaltsqualität. Ein weiterer Blickfang im Garten ist das beleuchtete Kunstobjekt inmitten eines Beetes mit Formgehölzen. Die Skulptur erhält ihre romantische Beleuchtung durch ein bis zwei Lichtpunkte, die aus „unsichtbaren“ Lichtquellen kommen. Weiches Licht, ohne harte Schatten, sorgt für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild. Vereinzelte Lichteffekte finden sich in Form von leichtem Glitzern und natürlichem Schattenspiel auf den in unmittelbarer Nähe wachsenden Pflanzen, wie der Hecke, wieder.

Einen Kontrast zu den gemütlich beleuchteten Aufenthaltsorten bildet die Baumbeleuchtung der Kieferngruppe. Neupflanzungen von Kirschbäumen und olitäre Fächerahorne gewinnen mit saisonaler Beleuchtung zusätzliche Aufwertung in der Nacht.

Realisiert wird die Beleuchtung pro Baum durch zwei bis drei Bodeneinbauleuchten, deren Weisslichtfarbe veränderbar ist. Die Lichtfarbe und der Beleuchtungswinkel sind von den Jahreszeiten und der Baumart abhängig. In der Winterzeit dominiert kalt-weißes Licht und ein schmaler Lichtaustrittswinkel, im Sommer warm-weißes Licht und ein weiterer Lichtaustrittswinkel. Dadurch werden während der Sommer-und Herbstzeit die Farben der Blätter und Blüten betont, während im Winter die Stämme und Äste herausgearbeitet werden.

Im Ergebnis ist ein besonders atmosphärischer Garten entstanden, der sowohl größeren als auch kleinen Gruppen Aufenthaltsorte bietet, die durch ein timmungsvolles und kontrastreiches Lichtkonzept auch in den Abendstunden nutzbar sind.

Projektdaten

Landschaftsarchitekt: HNW Landschaftsarchitektur
Lichtplaner: Studio DL
Ausführende Firma: Achim Kamberger Elektroinstallation
Hersteller: Wibre, BluLeu
Projektzeitraum: 2016-2017
Fotos: Kaffee, Milch & Zucker

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